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TREKKINGSTÖCKE - JA / NEIN?

Aktualisiert: 13. Aug. 2018



Früher mehrheitlich bei älteren Menschen in Gebrauch, stehen sie heute auch bei vielen jungen Trekkern auf jeder Tourenliste.


Für mich waren Trekkingstöcke lange Zeit kein Thema. Eigentlich habe ich mich nie damit auseinandergesetzt, Trekkingstöcke haben mich schlichtweg nicht interessiert. Noch viel weniger wäre mir ein plausibler Grund in den Sinn gekommen, solche zu benutzen, geschweige denn zu kaufen - wieso auch? Nun, mittlerweile sehe ich das Ganze etwas anders und würde die Wunderstecken nie mehr hergeben.



Ein klares JA, aber nicht immer - wieso?


Pros

+ für Tarps und Tarptens + gut für die Gelenke + für ein sicheres Gefühl + mehr Stabilität


Contras - ev. Nachlassen der Aufmerksamkeit

- Vernachlässigung Gleichgewichtssinn



Pro - Für Tarp und Tarptents

Seitdem mich längere Solotrekkingtouren begeistern, interessierte ich mich auch mehr und mehr für Tarps und Tarptents. Aus dem einfach Grund - sie sind extrem leicht und beanspruchen kaum Platz im Gepäck. Einen ausführlichen Bericht über Tarps und Tarptens existiert bereits. Diese Art von Unterkunft bringt die Auseinandersetzung mit Trekkingstöcken mit sich. Denn ein Tarp oder Tarptent kann bestens mit einem oder zwei (je nach Modelltyp) Stöcken aufgespannt werden und benötigt kein Gestänge.


Pro - Für die Gelenke

Dieser Punkt mag vielleicht bei der jüngeren Generation "noch" nicht der wichtigste sein, aber auch junge Gelenke mögen Entlastung. Und Später wird dir dein Körper danke!

Wie bei mehreren Test erwiesen wurde, werden die Gelenke bis zu 20% weniger belastet beim Trekken mit Stöcken. Zudem geht man etwas aufrechter, was sich auf eine gesunde Körperhaltung positiv auswirkt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt wirst du in den Händen merken. Bei längeren Touren schwellen gerne die Finger an, dies minimieren Stöcke um ein Weites.


Pro - Für ein sicheres Gefühl

Du kannst diesen Abschnitt getrost überspringen, wenn du keine Angst vor Spinnennetzen oder sonstigen Hindernissen hast. Dies ist wohl eher ein Punkt für die Frauenwelt - und leider gehöre ich zu der sorte Frauen, welche sich mit den 8-Beineren einfach nicht anfreunden kann. Es kommt schonmal vor, dass ich wild um mich fuchtelnd, schleunigst das Weite suche. Wer kennt es nicht, der Spinnfaden will einfach nicht von einem weichen, hartnäckig und unangenehm - und wo ein Netz ist, ist bestimmt auch ein dazugehöriges Krabeltier! Mit dem Trekkingstock (oft auch wild fuchtelnd) voraus und ab durchs

Dickicht - hat mir schon manch ungewollte Berührung erspart. Zudem geben sie mir im Allgemeinen einfach mehr Sicherheit, mental zumindest. Alleine schon das Gefühl, etwas in den Händen zu halten als Schutz, beruhigt mich in gewissen Situationen.


Pro - Für mehr Stabilität

Wenn man müde und damit zum Teil auch unkonzentrierter wird, helfen die Stöcke beim besseren Stützen. In steilem oder sehr unebenem Gelände vermitteln sie zudem ein sicheres Gefühl und unterstützen die Stabilität. Schliesslich hat man zwei zusätzliche Kontaktpunkt. Jedoch beginnen hier auch die Nachteile.


Contra - Aufmerksamkeit

Der permanente Einsatz von Trekkingstöcken kann leider auch zu weniger Aufmerksamkeit führen. Hauptsächlich bei langen Touren wird die Trittsicherheit dadurch vernachlässigt und die Hauptarbeit übernehmen fälschlicherweise die Arme anstatt die müden Beine.


Contra - Gleichgewichtsinn

Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an die nicht körpereigene Unterstützung und kann den Gleichgewichtssinn verkümmern lassen. Deshalb ist es wichtig, die Trekkingstöcke nicht im Dauereinsatz zu benutzen. Bei flachen Etappen oder kleinen Kletterpassagen - damit die Hände frei bleiben - verschwinden sie im Rucksack-Aussenfach.




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